Hund im Herbst: Die wichtigsten Tipps für die neue Jahreszeit Skip to content
Hund im Herbst: Was sich jetzt für deinen Vierbeiner verändert

Hund im Herbst: Was sich jetzt für deinen Vierbeiner verändert

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Der Herbst kommt – und dein Hund merkt es längst

Morgens ist es plötzlich wieder dunkel. Die ersten Blätter liegen auf dem Boden, die Temperaturen sinken und aus der schnellen Abendrunde in der Sonne wird langsam wieder der Spaziergang in Jacke und Gummistiefeln.

Der Herbst verändert unseren Alltag.

Und den unserer Hunde gleich mit.

Manche Veränderungen sind offensichtlich. Andere passieren eher unbemerkt: Das Fell wird dichter, Spaziergänge verlagern sich, Pfoten sind häufiger nass und auch Bewegung und Beschäftigung sehen plötzlich anders aus.

Mitte September ist deshalb genau der richtige Zeitpunkt für einen kleinen Herbst-Check.

Was braucht dein Hund jetzt? Und worauf solltest du in den kommenden Wochen besonders achten?

1. Das Fell stellt sich bereits auf den Winter ein

Auch wenn sich manche Septembertage noch nach Sommer anfühlen, läuft bei vielen Hunden der Fellwechsel bereits auf Hochtouren.

Das leichte Sommerfell weicht nach und nach dem dichteren Winterfell.

Wie stark dieser Wechsel ausfällt, hängt unter anderem von Rasse, Felltyp, Alter und Haltung ab. Ein Hund, der viel draußen ist, entwickelt beispielsweise häufig ein anderes Winterfell als ein Hund, der überwiegend in beheizten Räumen lebt.

Jetzt darf die Bürste also wieder häufiger zum Einsatz kommen.

Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare, verhindert bei längerem Fell Verfilzungen und gibt dir gleichzeitig die Gelegenheit, Haut und Fell genauer anzuschauen.

Denn Veränderungen wie starke Schuppenbildung, kahle Stellen, Rötungen oder ungewöhnlich stumpfes Fell solltest du nicht einfach auf den Fellwechsel schieben.

2. Weniger Tageslicht verändert euren Alltag

Im September merkt man es plötzlich deutlich: Die Tage werden kürzer.

Die morgendliche oder abendliche Hunderunde findet bald wieder in der Dämmerung oder Dunkelheit statt.

Jetzt lohnt es sich, die Herbst- und Winterausrüstung herauszuholen.

Reflektierende Elemente am Geschirr, Halsband oder an der Leine können dabei helfen, dass dein Hund besser gesehen wird. Auch eine kleine Leuchte am Geschirr kann sinnvoll sein.

Das gilt übrigens nicht nur an Straßen.

Auch auf Feld- und Waldwegen hilft gute Sichtbarkeit anderen Spaziergängern, Radfahrern und Hundehaltern dabei, euch rechtzeitig zu erkennen.

3. Nasses Wetter bedeutet nasse Pfoten

Herbstspaziergänge haben ihren ganz eigenen Charme.

Leider bringen sie häufig auch Matsch, Nässe und aufgeweichte Böden mit sich.

Gerade die Pfoten verdienen jetzt etwas mehr Aufmerksamkeit.

Bleibt die Haut zwischen den Zehen dauerhaft feucht, kann sie empfindlicher werden. Nach besonders nassen Spaziergängen solltest du die Pfoten deshalb kurz kontrollieren und bei Bedarf abtrocknen.

Bei langhaarigen Hunden kann es zusätzlich sinnvoll sein, das Fell zwischen und rund um die Pfoten regelmäßig zu kontrollieren, da sich dort besonders gern Schmutz und kleine Fremdkörper festsetzen.

Und seien wir ehrlich:

Ein Handtuch direkt neben der Haustür gehört spätestens jetzt wieder zur Grundausstattung jedes Hundehaushalts.

4. Herbstzeit ist Zeckenzeit – noch immer!

Die Temperaturen sinken, also sind Zecken kein Thema mehr?

Leider nein.

Zecken können auch im Herbst aktiv sein, solange die Temperaturen entsprechend mild bleiben. Gerade an sonnigen Herbsttagen solltest du deinen Hund deshalb weiterhin nach Spaziergängen kontrollieren.

Besonders gern sitzen Zecken beispielsweise an:

  • Kopf und Ohren
  • Hals
  • Achseln
  • Bauch
  • Leistengegend
  • Beinen und Pfoten

Ein kurzer Zeckencheck nach der Runde dauert kaum eine Minute und kann sich lohnen.

5. Bewegung bleibt wichtig – auch wenn das Sofa ruft

Wenn es draußen kalt, dunkel und nass wird, werden manchmal nicht nur unsere Hunde gemütlicher.

Auch wir selbst haben plötzlich weniger Lust auf die große Abendrunde.

Trotzdem bleibt regelmäßige Bewegung wichtig.

Sie unterstützt Muskulatur, Beweglichkeit, Kreislauf und natürlich auch das Körpergewicht deines Hundes.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Spaziergang möglichst lang sein muss.

Herbst ist die perfekte Zeit für Abwechslung.

Du kannst beispielsweise normale Spaziergänge mit Schnüffelrunden, kleinen Suchspielen oder kurzen Trainingseinheiten kombinieren.

Für deinen Hund können zehn Minuten intensive Nasenarbeit spannender sein als zehn zusätzliche Minuten einfach nur geradeaus zu laufen.

6. Gelenke mögen Kälte und Nässe manchmal weniger

Besonders bei älteren Hunden fällt im Herbst manchmal auf, dass sie morgens etwas schwerer in Gang kommen oder nach längeren Ruhephasen steifer wirken.

Kälte verursacht nicht automatisch Gelenkerkrankungen. Bereits bestehende Beschwerden können bei nasskaltem Wetter aber stärker auffallen.

Gerade Senioren profitieren deshalb häufig von regelmäßiger, moderater Bewegung.

Statt nach einer langen Ruhephase direkt Vollgas zu geben, darf dein Hund sich erst einmal in Ruhe einlaufen.

Auch ein warmer, trockener und gut gepolsterter Schlafplatz wird jetzt wieder wichtiger.

Wenn dein Hund plötzlich lahmt, deutlich steifer läuft oder bestimmte Bewegungen vermeidet, sollte das allerdings tierärztlich abgeklärt werden.

7. Braucht mein Hund im Herbst anderes Futter?

Nicht automatisch.

Der Herbst bedeutet nicht, dass jeder Hund plötzlich mehr Futter benötigt.

Entscheidend ist, ob sich sein tatsächlicher Energiebedarf verändert.

Ein sehr aktiver Hund, der viel draußen unterwegs ist, kann andere Bedürfnisse haben als ein Hund, dessen Bewegung in der dunkleren Jahreszeit eher abnimmt.

Gerade Letzteres wird schnell übersehen:

Weniger Bewegung bei gleicher Futtermenge kann langfristig zu zusätzlichen Kilos führen.

Kontrolliere deshalb regelmäßig Gewicht und Körperform deines Hundes und passe die Fütterung an seinen tatsächlichen Bedarf an.

8. Haut und Fell können jetzt Unterstützung gebrauchen

Der Fellwechsel bedeutet für den Körper Arbeit.

Für die Neubildung von Haut und Haaren benötigt der Organismus unter anderem hochwertiges Protein, essenzielle Fettsäuren, Vitamine und Spurenelemente.

Eine ausgewogene Fütterung bildet deshalb auch hier die Grundlage.

Interessant sind unter anderem Omega-3-Fettsäuren. Sie übernehmen verschiedene Aufgaben im Organismus und sind Bestandteil von Zellmembranen.

Ein hochwertiges Omega-3-Öl kann die tägliche Fütterung entsprechend ergänzen. Dabei lohnt es sich, nicht nur auf die Angabe „Omega-3“ zu schauen, sondern auch darauf, welche Fettsäuren tatsächlich enthalten sind.

Das TJURE Omega-3 Öl für Hunde kombiniert beispielsweise Algenöl als Quelle für Omega-3-Fettsäuren mit kaltgepresstem Leinöl und lässt sich einfach über das tägliche Futter geben.

9. Auch das Immunsystem wird jetzt wieder zum Thema

Temperaturwechsel, nasskaltes Wetter und veränderte Tagesabläufe gehören zum Herbst dazu.

Ein funktionierendes Immunsystem ist dabei nicht das Ergebnis eines einzelnen „Wundermittels“.

Vielmehr zählt das Gesamtpaket:

Ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, erholsamer Schlaf, ein gesundes Körpergewicht und möglichst wenig dauerhafter Stress schaffen gute Voraussetzungen für einen gesunden Organismus.

Deshalb lohnt sich im Herbst auch ein Blick auf den gesamten Alltag deines Hundes – statt nur auf einzelne Nährstoffe.

10. Pilze, Kastanien und Eicheln: Nicht alles gehört ins Hundemaul

Für neugierige Hunde ist der Herbst ein riesiger Abenteuerspielplatz.

Überall liegt etwas Neues herum.

Gerade bei Hunden, die gern Dinge aufnehmen, solltest du jetzt besonders aufmerksam sein.

Wildpilze können giftig sein und sollten grundsätzlich nicht gefressen werden. Auch größere Mengen Eicheln können für Hunde problematisch sein. Kastanien wiederum können insbesondere beim Verschlucken einen Fremdkörper darstellen und schlimmstenfalls einen Darmverschluss verursachen.

Deshalb gilt beim Herbstspaziergang:

Schnüffeln ausdrücklich erlaubt – wahlloses Probieren lieber nicht.

11. Die Dunkelheit kann auch Verhalten verändern

Ein Punkt, über den deutlich weniger gesprochen wird:

Manche Hunde reagieren in der Dunkelheit anders auf ihre Umgebung.

Menschen, Gegenstände oder andere Hunde werden später erkannt. Schatten und ungewohnte Silhouetten können plötzlich für Unsicherheit sorgen.

Ein Hund, der tagsüber entspannt an einem Menschen vorbeiläuft, kann in der Dunkelheit beispielsweise auf dessen Kapuze, Regenschirm oder Taschenlampe reagieren.

Wenn dein Hund bei Dunkelheit unsicherer wird, gib ihm Zeit und Abstand.

Nicht jede Unsicherheit muss „wegtrainiert“ werden. Manchmal hilft es schon, Situationen so zu gestalten, dass dein Hund sie in Ruhe einschätzen kann.

12. Jetzt schon an Silvester denken

Ja, wirklich.

Silvester ist zwar noch einige Monate entfernt – für geräuschempfindliche Hunde ist jetzt aber ein guter Zeitpunkt, mit der Vorbereitung zu beginnen.

Ein sicherer Rückzugsort, feste Entspannungsroutinen und gegebenenfalls behutsames Geräuschtraining brauchen Zeit.

Wer bereits weiß, dass der eigene Hund große Angst vor Feuerwerk hat, sollte außerdem frühzeitig mit der Tierarztpraxis oder qualifizierten Verhaltensexperten über geeignete Maßnahmen sprechen.

Denn eine gute Silvestervorbereitung beginnt idealerweise lange bevor draußen der erste Böller gezündet wird.

Herbst-Check: Ist dein Hund bereit?

Wenn die ersten Blätter fallen, kannst du einmal kurz überprüfen:

  • Passt die Futtermenge noch zur Aktivität?
  • Ist dein Hund bei Dunkelheit gut sichtbar?
  • Sind Pfoten und Krallen in Ordnung?
  • Kommt er morgens weiterhin gut in Bewegung?
  • Ist sein Schlafplatz warm und trocken?
  • Wie sehen Haut und Fell aus?
  • Ist der Zeckenschutz noch aktuell?
  • Gibt es Veränderungen beim Gewicht oder Verhalten?

Du brauchst daraus keine Wissenschaft zu machen.

Es geht vielmehr darum, kleine Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen.

Fazit: Der Herbst verändert mehr als nur das Wetter

Für deinen Hund bedeutet Herbst nicht nur kühlere Temperaturen.

Fellwechsel, Dunkelheit, Nässe, veränderte Spaziergänge und neue Anforderungen an Haut, Pfoten und Bewegungsapparat kommen gleichzeitig zusammen.

Die gute Nachricht: Für die meisten dieser Veränderungen braucht es keine großen Maßnahmen.

Ein Handtuch an der Tür, regelmäßige Fell- und Pfotenkontrollen, ausreichend Bewegung, eine bedarfsgerechte Ernährung und ein aufmerksamer Blick auf deinen Hund machen bereits einen großen Unterschied.

Und dann darf der Herbst vor allem das sein, was er für Hunde ziemlich gut kann:

eine Jahreszeit voller raschelnder Blätter, neuer Gerüche und richtig guter Schnüffelrunden. 🍂🐶




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