Damals ging es für mich nicht um ein Unternehmen, eine Produktidee oder darum, irgendwann einmal eine eigene Marke aufzubauen.
Es ging um Meilo. Um meinen eigenen Hund. Und um die Frage, was ich tun kann, wenn die üblichen Lösungen nicht das sind, was ich mir für ihn vorgestellt habe.
Also begann ich selbst zu entwickeln. Ich beschäftigte mich mit Kräutern, Rohstoffen, Rezepturen und damit, wie man natürliche Bestandteile sinnvoll miteinander kombinieren kann.
Aus einer persönlichen Suche entstand schließlich das erste Produkt. Und irgendwann wurde mir klar, dass hinter dieser einen Lösung eine viel größere Idee stecken könnte.
Was wäre, wenn wir Produkte für Tiere nicht vom Marketing aus denken – sondern immer von der Frage: Was braucht das Tier?
Genau daraus entstand der Gedanke hinter TJURE: natürliche Rezepturen zu entwickeln, die einen klaren Zweck haben und hinter denen wir selbst stehen können.
Das erste Produkt war entwickelt. Die Idee hinter TJURE war da. Aber mir war auch klar: Wenn daraus wirklich etwas entstehen sollte, brauchte ich einen Partner.
Nicht einfach jemanden, der Produkte verkauft. Sondern jemanden, der versteht, warum ich das überhaupt mache.
Und dann nahm die Geschichte einen ziemlich ungewöhnlichen Weg.
Mein damaliger Chef kannte einen Metzger im Raum Koblenz-Montabaur.
Dieser kannte wiederum jemanden.
Und dessen Sohn war in der Tierbranche tätig.
Dieser Sohn hieß Stefan Theisen.
Stefan kam vorbei und schaute sich an, was ich entwickelt hatte. Eigentlich sollte es zunächst nur darum gehen, sich kennenzulernen und über das Produkt zu sprechen.
Doch schon bei diesem ersten Treffen merkten wir: Hier passt etwas außergewöhnlich gut zusammen.
Wir hatten erstaunlich ähnliche Vorstellungen davon, wie Produkte sein sollten, was Qualität für uns bedeutet und wie man mit Tierhaltern umgehen sollte.
Manchmal sucht man lange nach dem richtigen Geschäftspartner. Und manchmal sitzt plötzlich jemand vor einem und man merkt: Der denkt genauso wie ich.
Am Anfang hatte jeder von uns seine Aufgabe.
Ich entwickelte TJURE weiter, arbeitete an neuen Rezepturen und baute die Marke Schritt für Schritt auf. Stefan übernahm mit Heimtierland exklusiv den Vertrieb von TJURE.
Eigentlich waren das zwei getrennte Bereiche. Doch mit der Zeit verschwammen diese Grenzen immer mehr.
Aus Gesprächen über Produkte wurden gemeinsame Ideen. Aus gemeinsamen Ideen wurden neue Projekte. Und aus einem Geschäftspartner wurde ein Freund.
Irgendwann stellten wir uns eine ziemlich einfache Frage: Warum machen wir das eigentlich noch getrennt?
Vor rund fünf Jahren trafen wir deshalb eine Entscheidung: Wir wollten unsere Ideen, unsere Erfahrung und unsere Energie zusammenbringen.
Aus diesem gemeinsamen Weg entstand TIERgewinnt.
Und damit ein gemeinsames Zuhause für das, was wir weiter aufbauen wollten: TJURE und Happy Horse.
Heute gehören Daniela und Esther genauso zu unserer Geschichte wie Stefan und ich.
Wir vier verfolgen mit viel Power, Ehrgeiz und Herzblut ein gemeinsames Ziel: TJURE und Happy Horse weiterzuentwickeln und Tierhaltern Produkte anzubieten, hinter denen wir selbst stehen können.
Wir entwickeln Ideen, diskutieren Rezepturen, lösen Probleme und sprechen mit unseren Kunden. Jeder von uns bringt etwas anderes mit – aber bei einer Sache sind wir uns einig:
Am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Produkte zu entwickeln. Es geht darum, Produkte zu entwickeln, die für Tiere sinnvoll sind.
Und Stefan und ich? Aus Geschäftspartnern sind über die Jahre beste Freunde geworden.
Wer uns kennt, kennt deshalb auch unseren inoffiziellen Namen: die BEUNDS.
Wenn bei uns eine neue Idee entsteht, beginnt sie normalerweise nicht mit der Frage: „Was könnten wir als Nächstes verkaufen?“
Sie beginnt mit dem Tier.
Wo sehen wir ein Bedürfnis – und wie können wir das Tier auf natürliche Weise sinnvoll unterstützen?
Dann beschäftigen wir uns mit Kräutern, Rohstoffen, Rezepturen und sinnvollen Kombinationen.
Wir hinterfragen. Wir verändern. Wir probieren aus. Und wir verwerfen auch Ideen, wenn wir nicht davon überzeugt sind.
Denn ein Produkt muss nicht auf den Markt, nur weil bereits Arbeit darin steckt.
Unser Anspruch sind möglichst klare, natürliche Rezepturen. Was keinen sinnvollen Platz in einer Rezeptur hat, braucht für uns auch keinen Platz darin.
Kräuter sind Naturprodukte. Und Natur ist nicht immer gleich.
Deshalb verlassen wir uns nicht nur auf Rezepturen und Zutatenlisten. Wir lassen unsere Produkte analytisch untersuchen und überprüfen, ob relevante Inhaltsstoffe und die Qualität unseren Erwartungen entsprechen.
Denn für uns reicht es nicht, wenn ein Produkt nur gut aussieht oder gut klingt.
Wenn ein Ergebnis nicht unseren Vorstellungen entspricht, wird nicht schöngeredet. Dann wird nachjustiert.
So entwickeln wir unsere Produkte weiter – Schritt für Schritt, mit dem Anspruch, hinter jeder Rezeptur selbst stehen zu können.
Heute sind TJURE, Happy Horse und TIERgewinnt viel größer als die erste Idee, mit der alles begann.
Aber der Gedanke dahinter hat sich nicht verändert.
Wir möchten Produkte entwickeln, die wir auch unseren eigenen Tieren geben würden. Wir möchten erklären, statt einfach nur zu verkaufen. Und wir möchten zuhören.
Und bei allem, was wir heute tun, stellen wir uns immer wieder dieselbe Frage:
Können wir es noch ein bisschen besser machen?
Was mit Meilo begann, ist heute unsere gemeinsame Aufgabe.
Wir machen es für die Tiere.
Stefan Kimmel · Stefan Theisen · Daniela Theisen · Esther Saal
TIERgewinnt · TJURE · Happy Horse